Франц Брентано
О ЛЮБВИ И НЕНАВИСТИ
Franz
Brentano
VOM
LIEBEN UND HASSEN
Перевод с немецкого А. А. Анипко
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Vom
Lieben und Hassen (Diktat vom 19.
Mai 1907.) |
О любви и
ненависти (продиктовано 19 мая 1907 года) |
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1. Die Erscheinungen der inneren Wahrnehmung zeigen
uns selbst als Substanz mit psychischen Akzidentien. Solche sind Sehen.
Hören, begriffliches Denken mannigfacher Art. Urteilen,
Gemütstätigkeit, Begehren, Lust, Zorn usw. Dcscartes hat sie als
"'Denken" im weitesten Sinne zusammengefaßt. Sie haben das
Eigene, daß sie einen Gegenstand haben, aufweichen sie, wie man sagt,
gerichtet sind. Wer denkt, denkt etwas, wer zürnt, zürnt über
etwas usw. Diese Eigenheit der psychischen Akzidentien unterscheidet alle
Objekte innerer Wahrnehmung von den Objekten der sogenannten
äußeren Wahrnehmung. |
1. Явления внутреннего восприятия предстают перед нами в качестве субстанции с психическими акциденциями. Таковы зрение, слух, различные типы понятийного мышления, суждения, эмоции, желания, удовольствие, гнев и т.д. Декарт объединил их в понятии мышления в самом широком смысле слова. Они характеризуются тою особенностью, что имеют предмет, на который, как принято говорить, они направлены. Мыслящий мыслит о чем-то, гневающийся гневается на что-то и т.д. Эта особенность психических акциденций отграничивает все объекты внутреннего восприятия от объектов так называемого внешнего восприятия. |
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2. Sie unterscheiden sich alle auch dadurch von
ihnen, daß sie unräumlich erscheinen. |
2. Все они отличаются от последних также и тем, что являются непространственно. |
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3. Vielleicht kann man noch hinzufügen,
daß sie sich auch dadurch unterscheiden, daß sie nie ohne
Akzidentien in die Erscheinung treten, während die sogenannte
äußere Wahrnehmung nur substantielle Differenzen zeigt. Solche sind
nämlich, im Gegensatz zu dem, was man gemeiniglich glaubt, sowohl die
qualitativen als die Ortsbestimmung und darum auch Größen,
Figuren, Einheiten, Zahlen (wenn anders diese Merkmale der äußeren
Wahrnehmung sind, was bestritten wird). |
3. Можно, вероятно, прибавить, что они отличаются также тем, что никогда не оказываются явленными без акциденций, в то время как так называемое внешнее восприятие демонстрирует лишь субстанциальные различия. Ибо таковыми являются, вопреки расхожему мнению, как качественные, так и пространственные определения, а потому также величины, фигуры, единства, числа (если только последние суть признаки внешнего восприятия, что не бесспорно). |
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4. In
dem Gesagten liegt, daß wir unsere Substanz niemals für sich
wahrnehmen, daß wir sie aber einschlußweise wahrnehmen, sobald
wir überhaupt eine innere Wahrnehmung haben. Nehmen wir sie individuell
wahr? Gemeiniglich glaubt man diese Frage bejahen zu sollen. Allein die
Bejahung ist nicht in jedem Sinn richtig: a) nehmen wir nicht jene Bestimmtheit wahr, welche in der Substanz
mit jedem Augenblick wechselt und ohne deren Wechsel kein Unterschied von
Dauer möglich wäre. b) stellen wir uns selbst als primäres Objekt in der Erinnerung
vor, wie wir uns früher als sekundäres Objekt mit Evidenz innerlich
erfaßt haben. Da bemerken wir aber deutlich, daß dem
Vorgestellten mehreres entsprechen könnte. Und dem entspricht es. wenn
wir uns auch fremde Seelen und Seelentätigkeiten vorstellen, nicht
bloß in Analogie zu uns selbst, sondern ganz so wie uns selbst.
Individuell können sie aber unmöglich mit uns einig sein. Wir
stellen also sie, dann offenbar auch uns selbst, nur im allgemeinen vor. |
4. Из сказанного вытекает, что мы никогда не воспринимаем свою субстанцию саму по себе, а воспринимаем ее вместе с чем-то, коль скоро вообще обладаем внутренним восприятием. Воспринимаем ли мы ее индивидуально? Принято считать, что на этот вопрос следует отвечать утвердительно. Однако утвердительный ответ будет правильным не во всяком смысле: a) если мы не воспринимаем ту определенность, которая меняется в субстанции каждое мгновение и без изменения которой была бы невозможна разница в длительности. b) если мы представляем самих себя в воспоминании как первичный объект, а ранее же с очевидностью осознавали себя как объект вторичный. Но тут мы ясно видим, что представляемое может иметь несколько соответствий. Соответственно, мы представляем себе также чужие души и душевную жизнь, — не просто по аналогии с самими собой, но и точно так же, как самих себя. Но они не могут быть индивидуально едины с нами. Таким образом, мы представляем их — а тогда, очевидно, и самих себя —лишь в общем. |
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5. Und doch haben wir, wenn wir uns wahrnehmen, das
Bewußtsein, daß wir nur eines wahrnehmen, welches von jedem
anderen verschieden sein muß. Es hat dies darin seinen Grund, daß
l. Jedes positive Urteil partikulär ist, und 2. ein evidentes Erfassen nur auf Grund der substantiellen Identität
des Erfassenden mit dem Erfaßten möglich ist. Die substantielle
Identität kann aber nicht zwischen einer Mehrheit von Substanzen
bestehen. So verlangt denn die Evidenz substantielle Einheit des Objektes.
Das Objekt kann keine Vielzahl sein, und wenn auch vielleicht ein ihm
völlig gleiches (soweit es in die Erscheinung fällt, völlig
gleiches) bestände, so wäre doch nur eines von diesen Gleichen,
nicht mehrere von ihnen das, wovon dieses unser Bewußtsein uns evidente
Kenntnis gibt. |
5. И все же при самовосприятии нас не покидает сознание, что мы воспринимаем нечто одно, необходимо отличное от всякого другого. Причина этому та, что, во-первых, всякое положительное суждение есть суждение частное, и во-вторых, очевидное постижение возможно лишь на основании субстанциального тождества постигающего и постигаемого. Однако субстанциальной идентичности множества субстанций существовать не может. Таким образом, очевидность требует субстанциального единства объекта. Объект не может быть множеством, и даже если бы существовал объект, во всем ему подобный (подобный во всем настолько, насколько оказывается явленным), то это наше сознание и очевидное знание относилось бы лишь к одному из подобных объектов, а не к нескольким. |
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6. Mit dieser einen Substanz, welche wir innerlich
wahrnehmen. Bilden die wahrgenommenen Akzidentien eine reale Einheit. |
6. С этой одной внутренне воспринимаемой нами субстанцией воспринятые акциденции образуют реальное единство. |
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7. Diese hindert nicht, daß von den
Akzidentien ein Teil bald entfällt, während der andere bleibt, bald
neu zuwächst, während der andere schon gegeben war, sowie auch,
daß alle Akzidentien. Welche mit der Substanz in der Erscheinung
gegeben sind, wechseln, während die Substanz als solche von diesem
Wechsel nicht berührt wird, wie wir denn auch annehmen, daß dies
nicht der Fall sein würde, wenn sie allesamt einmal einfach entfallen
sollten, wie es vielleicht in einem traumlosen Schlaf oder in einem Zustande
tiefster Ohnmacht der Fall sein könnte. |
7. Оно не препятствует тому, чтобы часть акциденций то отпадала, при том что другая оставалась бы, то вновь восстанавливалась, при том что другая уже была бы дана, а также, чтобы менялись все акциденции, данные с субстанцией в явлении, при том что изменение это не затрагивало бы субстанцию как таковую, — ведь признаем же мы, что этого бы не произошло, если бы все акциденции разом просто отпали, что возможно в случае со сном без сновидений или в состоянии глубочайшего обморока. |
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8. Es kann kein Akzidens in der Seele sein, ohne
daß die Seele denkend auf mehrere Objekte, von denen eines sie selber
ist. Gerichtet ist. Hieraus folgt, daß der akzidentelle Akt nicht
gleichzusetzen ist einem Gerichtetsein auf ein Objekt. Kann ein mehrfaches
Gerichtetsein auf Objekte nicht in die einfachen getrennt werden, kann es
nicht anders, denn als Ganzes entstehen, aufhören, gewirkt werden, so
ist es als ein aktuelles Akzidens zu betrachten, und so ist denn auch die
Frage nach den Arten der Akzidentien eine andere als die nach den Arten des
Gerichtetseins auf ein Objekt. |
8. В душе не может быть акциденций без того, чтобы душа не была направлена на несколько объектов, одним из которых является она сама. Из этого следует, что акциденталь-ный акт нельзя отождествлять с направленностью на объект. Если сложная направленность на объект не может быть разделена на простые, если она может возникать, прекращаться, осуществляться лишь как целое, то ее следует рассматривать как одну актуальную акциденцию, и, таким образом, вопрос о видах акциденций будет отличен от вопроса о видах направленности на объект. |
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9. Von
diesem Gerichtetsein auf ein Objekt können wir nun drei Grundklassen
unterscheiden, l. Vorstellen, 2. Urteilen, 3. Lieben oder Hassen. Das Vorstellen ist die erste
Klasse; sie ist die allgemeinste. Wir können nichts urteilend anerkennen
oder verwerfen und nichts lieben oder hassen, ohne es vorzustellen. Minderen
Anhalt haben wir für die Entscheidung der Frage, ob die Klasse des
Urteils, oder die von Liebe und Haß der Ordnung nach voranzustellen
sei. Wir können etwas lieben, etwas wünschen, ohne darüber ein
Wissen oder auch nur eine Meinung zu haben, ob es sei oder nicht sei. Wir
können aber auch etwas anerkennen, ohne es zu lieben oder zu hassen, zu
begehren oder zu verabscheuen. Manche meinten, das Urteilen sei dem
Vorstellen zunächst zu ordnen, weil es ihm ähnlicher sei als die
Gemütstätigkeit, allein diese größere Ähnlichkeit
scheint nicht vorhanden. Manche wollen die Gemtitstätigkeit voranstellen,
weil der Wille es sei, welcher bewirke, daß wir glauben oder nicht
glauben, aber auch das ist nicht allgemein der Fall, vielmehr schließt
das Wollen schon ein Urteilen ein, und die evidente innere Wahrnehmung ist
gewiß eine von allem Wollen unabhängige Erkenntnis. Eher ist
für die Bevorzugung der einen Ordnung vor der anderen von Bedeutung: 1. daß das Urteil in der inneren Wahrnehmung
jeden Akt begleitet, während es denkbar ist, daß einer von der
Gemütstätigkeit ganz frei ist; 2. daß die Gemütstätigkeiten
mannigfachere Verwicklungen mit sich bringen als die Urteile; 3. daß, wie die Urteile ihrer Art
eine höhere Vollkommenheit zu der der Vorstellung hinzubringen, auch
wieder die Gemütsbewegungen eine noch höhere Vollkommenheit
hinzuzubringen scheinen, insbesondere in dem Gefühl der Glückseligkeit. Diese drei Momente dürften uns denn auch mit Recht bestimmen,
dem Urteil die zweite und der Klasse von Liebe und Haß die dritte
Stelle zuzuwenden. |
9. Мы можем выделить три основных класса направленности на объект. 1. Представления. 2. Суждения. 3. Любовь и ненависть. Представления — это первый класс; он наиболее универсален. Мы не можем ничего принять или отбросить в суждении, не можем ничего любить или ненавидеть, не представляя себе этого. Но мы не можем с тою же уверенностью отвести второе место в этой иерархии классу суждений или же классу любви и ненависти. Мы можем любить нечто, желать нечто, не зная или даже не предполагая, существует ли оно или нет. Но мы можем также признавать нечто, не любя или ненавидя его, не стремясь к нему или стремясь прочь от него. Некоторые полагали, что сразу за представлением должны следовать суждения, так как они более сходны с ним, нежели эмоции — однако, сходство это что-то не особенно заметно. Некоторые ставят на второе место эмоции, так как именно воля, по их мнению, обусловливает нашу веру или неверие во что-либо — но это отнюдь не всегда так: скорее, воля уже включает в себя суждение, а очевидное внутреннее восприятие — это, разумеется, познание, независимое от всякой воли. Для предпочтения одной последовательности перед другой имеют значение, скорее, следующие соображения: 1. что суждение сопровождает всякий акт во внутреннем восприятии, тогда как можно представить себе человека, свободного от всяких эмоций; 2. что эмоции выступают в более разнообразных сочетаниях, чем суждения; 3. что, как суждения привносят в некотором роде более высокое совершенство в представление, так и эмоции, со своей стороны, несут, кажется, совершенство еще более высокое, особенно в чувстве блаженства. Три этих момента дают нам, по-видимому, право отвести второе место суждению, а третье — классу любви и ненависти. |
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10. Wir
wollen uns mit den Arten beschäftigen, die innerhalb dieser dritten
Klasse der Richtung auf einen Gegenstand gefunden werden. Vor allem ist es
klar, daß mit jedem Unterschied der zugrundeliegenden Vorstellung auch
ein Unterschied in die darauf basierte Gemütstätigkeit gebracht
wird. Es ist ähnlich, wie wenn Unterschiede von Substanzen die
Akzidentien mitdifferenzieren. Das sonst gleiche Sehen ist ein anderes, wenn
es das Sehen des Paulus oder Petrus ist, und auch die substantielle
Differenz, welche mit der Zeit wechselt, dringt in die Akzidentien ein. |
10. Мы займемся теми разновидностями, которые обнаруживаются внутри этого третьего класса направленности на предмет. Прежде всего, ясно, что с каждым различием лежащего в основе представления привносится различие и в базирующуюся на нем эмоцию. Подобно тому, как различие субстанций влечет за собой дифференциацию акциденций. Во всех прочих отношениях тождественное видение различается в зависимости оттого, видим ли мы Петра или Павла, и меняющееся со временем субстанциальное различие также проникает в акциденции. |
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Die Vorstellungen nun unterscheiden sich selbst unter mehrfachem
Gesichtspunkt: 1. insofern ein
anderer Gegenstand vorgestellt wird, 2. (in gewisser Weise damit im Zusammenhang) je nachdem individuell oder im
Allgemeinen, absolut oder relativ vorgestellt wird; 3. insofern mit einem ändern Temporalmodus vorgestellt wird; 4. insofern positiv oder negativ vorgestellt wird;
denn wie immer auch beides in jedem Falle zugleich zu geschehen scheint, so
bleiben die Beziehungen, die Weisen der Richtung auf das Objekt doch zwei,
und wie wir ja schon gesagt haben, die Einheit des Aktes ist etwas ganz
anderes als die Einheit des Gerichtetseins auf ein Objekt; 5. kann man unter dem Vorstellen einfaches und
zusammensetzendes unterscheiden und dies Letztere mit mannigfacher
größerer oder kleinerer Komplikation, so z. B., wenn wir Attribute
zusammensetzend vorstellen. Wir prädizieren nicht bloß urteilend,
wenn wir sagen, ein Baum ist grün, sondern auch vorstellend, wenn wir
sagen, ein grüner Baum. Auch wenn wir eine Zahlenvorstellung bilden, wie
2.3.5, stellen wir zusammensetzend vor, und
ebenso haben wir ein kompliziertes Vorstellen, wenn wir in einem
komplizierten Gegenstand die Teile unterscheiden, wo wir dann sagen,
daß wir das Ganze deutlicher vorstellen. |
Представления различаются с нескольких точек зрения: 1. поскольку представляется другой предмет; 2. (в известной связи с предыдущим пунктом) в зависимости от того, представляется ли он индивидуально или универсально, абсолютно или относительно; 3. поскольку он представляется в другом временном модусе; 4. поскольку он представляется позитивно или негативно; ибо, хотя в каждом случае имеет место и то, и другое, однако, отношений, типов направленности на объект по-прежнему два, и, как мы уже сказали, единство (этого) акта — это нечто совсем иное, нежели единство направленности на объект; 5. мы можем различать простое и сложное представление, а в последнем — представления большей или меньшей сложности, как, например, когда мы представляем конгломерат атрибутов. Мы осуществляем предикацию не только в суждении, говоря: «Дерево зелено», но и в представлении, говоря: «Зеленое дерево». Образуя числовые представления, например, 2,3,5, мы также представляем конгломерат, и точно так же мы имеем дело со сложным представлением, когда различаем части в сложном предмете, и говорим тогда, что представляем целое отчетливее. |
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Allen diesen, für das Vorstellen so bedeutungsvollen
Unterschieden müssen nun auch Unterschiede im Gebiet von Liebe und
Haß entsprechen. 1. Vor allem ist die Liebe oder der
Haß ein anderer, wenn der Gegenstand ein anderer ist, 2. ebenso, wenn sie im allgemeinen sich halten,
oder auf etwas konkretes Einzelnes gerichtet sind, und dergl., 3. uenn mit einem anderen Temporalmodus
geliebt und gehaßt wird; in dieser Weise unterscheidet sich Reue, die
auf das Vergangene geht, Schmerz, der auf ein gegenwärtiges Empfinden
gerichtet ist, Furcht vor einem kommenden Übel. 4. unterscheiden sich die
Gemütsbeziehungen in positive und negative, und dieser Unterschied ist
es, welcher in Liebe und Haß seinen Ausdruck findet. 5. So muß denn auch der Unterschied des
Vorstellens, insofern es einfach oder zusammengesetzt und so oder anders
zusammengesetzt ist, auf die im Gemüt gegebene Richtung zum Objekt einen
Einfluß nehmen. |
Итак, всем этим различиям, столь существенным для представлений, должны соответствовать различия и в области любви и ненависти. 1. Прежде всего, любовь и ненависть меняются, если меняется предмет. 2. Точно также, если они ограничиваются всеобщим или же направлены на какую-либо конкретную единичность и т. п. 3. Если мы любим или ненавидим в другом временном модусе; таким образом различаются раскаяние, обращенное к прошедшему, страдание, направленное на нынешнее ощущение, страх перед грядущим злом. 4. Эмоциональное отношение может быть позитивным и негативным, и это различие и находит свое выражение в любви и ненависти. 5. Следовательно, и различие представлений, смотря по тому, простые они или сложные, и в каком отношении сложные, должно оказать влияние изданную в душе направленность на объект. |
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11. Aber nicht bloß aus Unterschieden
des Vorstellens, auch aus Unterschieden des Urteilens sehen wir Unterschiede
in das Gebiet der Gemütsbewegung eindringen. So ist eine
Gemütsbewegung eine merklich andere, je nachdem mir ein künftiges
Glück, das ich mir vorstelle, gewiß oder ungewiß,
wahrscheinlich oder unwahrscheinlich und unerreichbar erscheint. Und wenn man
an etwas als Zeichen von einem anderen oder als dazu dienlichem sich freut,
während es einem in sich selbst gleichgültig sein würde, so
stehen offenbar diese Gemütsbewegungen unter dem Einfluß von
Urteilen. Ja, man kann sagen, daß die einfachste sinnliche Lust ihren
Charakter mit dadurch erhält, daß man den geliebten Empfindungsakt
mit Evidenz erkennt. Wieder zeigt sich dasselbe bei dem Phänomen des
Wollens und des Sich-Vornehmens: niemand kann etwas wollen, was er
außerhalb seiner Macht glaubt und wenn er es auch noch so sehr liebt
und wünscht, und niemand sich etwas vornehmen, wovon er es für undenkbar
hält, daß die Gelegenheit, es ins Werk zu setzen, ihm jemals
kommen könne. In solchen Fallen wird ähnlich wie in jenen durch die
Besonderheiten der zugrundeliegenden Urteile die Gemütsrichtung auf das
Objekt irgendwie innerlich differenziert, und vielleicht könnte man solches
sogar von der Besonderheit der Evidenz, die manche Urteile vor allen blinden
Urteilen auszeichnet, behaupten. |
11. Однако, как мы видим, различия в области эмоций вызываются не только различиями представлений, но и различиями суждений. Так, эмоция заметно меняется в зависимости оттого, оказывается ли представляемое мною будущее счастье надежными«и ненадежным, вероятным или невероятным и недоступный. И если мы радуемся чему-то как знаку чего-то другого мои как полезному для чего-то другого, тогда как само по себе оно было бы нам безразличным, то эмоции эти испытывают, очевидно, влияние суждений. Да и простейшее чувство удовольствия, можно сказать, получает свою характеристику оттого, что мы с очевидностью познаем акт полюбившегося нам ощущения. То же самое показывает анализ феноменов воли и решения; никто не может прилагать свою волю к чему-то, что, как он думает, не в его власти, как бы горячо он ни любил и ни желал этого, и никто не может решиться на что-то, возможность осуществления чего он считает немыслимой. В \таких случаях, как и в предыдущих, происходит некая внутренняя дифференциация направленности души на объект, отталкивающаяся от особенностей, лежащих в основании суждений, и, вероятно, нечто подобное можно утверждать и об особенностях очевидности, выделяющей ряд суждений из множества суждений гадательных. |
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12. Es
kommen dazu aber auch andere Differenzen, welche auschließlich für
das Gemütsgebiet charakteristisch sind. |
12. Однако здесь наблюдаются и другие различия, характерные исключительно для эмоциональной сферы. |
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Eine solche ist der Unterschied von einfachem Lieben und Vorziehen.
Letzteres ist ein vergleichender Akt. Was ich vorziehe, ist mir lieber, was
ich nachsetze, weniger lieb. Ähnlich könnte man beim Hasse von
einem Mehr-Hassen und Weniger-Hassen im Sinne eines, wenn man den Ausdruck
erlauben wollte, "als vorzüglich Gehaßten" und eines
"als nachsetzlich Gehaßten" sprechen. Auf dem Gebiet des
Urteils gibt es zwar ein Wahr und Falsch, aber kein Wahreres und auch kein
für wahrer Gehaltenes. |
Одним из них будет различие между простой любовью и предпочтением. Последнее является актом сравнения. То, что я предпочитаю, любезно мне, то, что ставлю ниже — менее любезно. Подобным образом в случае с ненавистью можно было бы говорить о большей и меньшей ненависти в смысле, если можно так выразиться, «ненавистного в первую очередь» и «ненавистного во вторую очередь». А в сфере суждений, хотя и существует истинное и ложное, однако нет более истинного и ничего, считающегося более истинным. |
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12*. Wenn einer etwas liebt und ein anderes haßt, was von dem, was er
liebt, unzertrennbar ist, so kann es geschehen, daß er vorzieht,
daß beide nicht sind, indem er das, was er liebt opfert, oder daß
er vorzieht, daß beide sind, indem er das, was er haßt, mit in
den Kauf nimmt. Man kann dann wohl sagen, daß er das eine mehr
haßt, als er das andere liebt, bzw., dies mehr liebt, als er jenes
haßt. Im Falle, in welchem die Liebe siegt, kann man sagen, daß
das an und für sich Gehaßte als Teil des untrennbaren Ganzen
implicite geliebt werde. Im gegenteiligen Falle aber, daß das an und
für sich Liebe als Teil des untrennbaren Ganzen implicite
mitgehaßt sei. |
12*. Когда кто-то нечто любит и ненавидит что-то другое, что неотделимо от того, что он любит, то может случится так, что он предпочтет, чтобы ни то ни другое не существовало, принеся тем самым в жертву то, что он любит, или чтобы и то и другое существовало, тем самым примирившись с тем, что он ненавидит. Тогда можно, наверное, сказать, что он ненавидит одно больше, чем любит другое, и обратно, что он любит это больше, чем ненавидит то. В случае, когда побеждает любовь, можно сказать, что само по себе ненавистное любят как часть неразрывного целого. А в противоположном случае — что само по себе любезное имплицитно ненавидят как часть неразрывного целого. |
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13. Ferner gibt es auf dem Gebiet des
Gemüts ein richtig Lieben oder Hassen und unrichtig Lieben oder Hassen.
Dies erscheint dem richtig Anerkennen und richtig Verwerfen analog, ist aber
doch etwas wesentlich anderes. |
13. Далее, в душевной сфере существует правильная любовь или ненависть и любовь или ненависть неправильная. На первый взгляд это кажется аналогичным правильному признанию и правильному непризнанию, являясь, однако, по сути своей чем-то иным. |
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14. Ferner gibt es ein um seiner selbst
willen Geliebtes und Gehaßtes und ein um eines anderen willen Geliebtes
und Gehaßtes, wie das Nützliche und Schädliche. Man
könnte dazu die Fälle des Urteils, welche etwas unmittelbar und
mittelbar anerkennen oder leugnen, in Vergleich bringen. Allein die
Ähnlichkeit versagt in wesentlichen Stücken; denn auch das, was man
erschließt, hält man in sich selbst für wahr, was man aber um
eines anderen willen liebt, vielleicht nicht in sich selbst für gut. |
14. Существует, далее, то, что любят и ненавидят само по себе, и то, что любят и ненавидят ради чего-то другого, как, например, полезное и вредное. С этим можно сопоставить случаи суждений, в которых нечто утверждается или отрицается непосредственно и опосредованно. Однако в существенных деталях это сходство не прослеживается; в самом деле, то, что выводится из чего-то, также считают самим по себе истинным, то же, что любят ради чего-то другого, не обязательно считают благом самим по себе. |
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14*. Nicht bloß das Nützliche wird um eines anderen willen
geliebt, sondern auch das Zeichen von etwas Gutem. Man könnte dies nur
etwa so zum Nützlichen rechnen, als es ein Mittel zur Erkenntnis des
Guten ist und auch diese Erkenntnis uns lieb und als ein Gut erscheint; aber
nicht um das Gut der Erkenntnis als solches handelt es sich, sondern um das
Gute, von dem es die Erkenntnis ist, weshalb denn auch ein Zeichen von etwas
Schlechtem selbst uns unlieb ist, obwohl auch es insofern es uns eine
Erkenntnis vermittelt, uns etwas Gutes vermittelt. Eher könnte man
sagen, daß es als Mittel für die Freude, welche die eine
Erkenntnis gibt, wie auch diese Erkenntnis selbst, nützlich zu nennen
sei. |
14*. Любят ради чего-то другого не только полезное, но и знак какого-то блага. В разряд полезного его можно было бы отнести, наверное, лишь постольку, поскольку он является средством познания блага, а это познание также представляется нам чем-то любезным и благим; однако, речь здесь идет не о благе познания как таковом, а о благе, которое познается этим познанием, почему и знак какого-то зла сам оказывается неугоден нам, хотя, выступая для нас средством познания, он оказывается носителем какого-то блага. Вернее будет сказать, что его можно назвать полезным как носителя радости, которую приносит познание первого типа, как и само это познание. |
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Der Weise, wie wir das Nützliche lieben, verwandt ist auch die,
in welcher wir das untrennbar Zugehörige lieben, selbst. wenn es an und
für sich genommen nicht bloß nicht geliebt. sondern gehaßt
ist; z. B. möchte einer am liebsten beides, sowohl das Schauspielhaus
als die Oper besuchen. Er wählt nicht in die Oper zu gehen, und das
Schauspielhaus zu besuchen, dabei aber ist das erste nur implicite
gehaßt, an und für sich geliebt und gehaßt als Hindernis des
anderen Genusses. Ein Märtyrer wählt, die Schmerzen zu ertragen und
bei seinem Bekenntnis zu beharren: an und für sich haßt er sie,
implicite liebt er sie, ähnlich wie ein Mittel, welches den Fortbestand
seiner Beharrlichkeit bewirkt, der. wie die Umstände liegen, nur bei
Fortbestand der Leiden möglich ist. Ein Ganzes kann nicht ohne seine
Teile sein; wird das Ganze geliebt und enthält das Ganze Teile, die als
Ganze nicht geliebt, ja gehaßt werden, so werden sie implicite
mitgeliebt, ähnlich wie auch Mittel, die unentbehrlich sind, mitgeliebt
und -gewünscht werden. Sie werden dabei nie das Ganze als ein
größeres Gut erscheinen lassen, wie in dem Fall, wo sie in sich
selbst geliebte Teilgüter werden. |
Модусу любви, в котором мы любим полезное, близок тот, в котором мы любим неотторжимую принадлежность чего-либо, даже тогда, когда, взятую саму по себе, мы не только не любим, а прямо-таки ненавидим ее; например, кому-нибудь очень хотелось бы пойти в два места — в театр и в оперу. Он решает не идти в оперу, а посетить театр, но при этом первый вариант он ненавидит лишь implicite—любит его сам по себе и ненавидит как препятствие к другому наслаждению. Мученик решает терпеливо переносить страдания и не отступать от своих убеждений; он ненавидит страдания сами по себе, implicite он их любит, и тоже как средство продемонстрировать свою непоколебимую твердость, возможную в этих условиях лишь при неизменности страданий. Целое не может существовать без своих частей; если мы любим целое, содержащее в себе части, которые мы не любим так, как целое, и даже ненавидим но имплицитно мы любим заодно и их, точно так же, как заодно желаем и любим средства, без которых нельзя обойтись. От этого целое никогда не представляется большим благом, как в том случае, когда части становятся частными благами, которые любят сами по себе. |
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15. Eine andere Analogie, welche aber nicht
mit Gleichheit verwechselt werden darf, zeigt sich insofern, als die
Richtigkeit der Liebe und des Hasses, des einfachen wie des relativen. bald
einleuchtet, bald nicht. Handelt es sich um ein mittelbares Einleuchten, so
wird vorausgesetzt, daß ein anderes unmittelbar einleuchtend ist. Der
logische Zusammenhang ist dann nach den gewöhnlichen Regeln der Urteile zu
begreifen. Handelt es sich aber um ein unmittelbares Einleuchten, so
muß die Gemüts-beziehung nicht bloß in sich richtig, sondern
auch als richtig charakterisiert sein. Und dies ist bei dem. was in sich
selbst geliebt und gehaßt wird, manchmal, aber keineswegs immer der
Fall. |
15. Другая
аналогия, которую, однако, не следует смешивать с тождеством, обнаруживается
постольку, поскольку правильность любви и ненависти, как простой, так и
относительной, то очевидна, то нет. Если речь идет об опосредованной интуитивной
очевидности, то тем самым предполагается, что нечто другое очевидно
непосредственно. Логическую взаимосвязь следует постигать в таком случае
согласно обычным правилам суждений. Если же речь идет о непосредственной
интуитивной очевидности, то эмоциональное отношение должно быть не просто
само По себе правильным, но и характеризоваться правильностью. Случается,
что-то любят и ненавидят само по себе—так происходит иногда, но отнюдь не
всегда. |
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16. In entgegengesetzter Weise hat man hier
geirrt. Manche behaupteten, daß alles, was einer in sich liebe,
für ihn liebwert und gut, und was einer in sich hasse, für ihn
hassenswert und schlecht sei, und ähnlich urteilen sie über
Fälle, wo etwas unmittelbar in sich vorgezogen oder nachgesetzt wird.
Für diese also ist alle unmittelbare Liebe richtig und als richtig
charakterisiert. Andere wieder leugneten, daß es überhaupt in
bezug auf das, was man unmittelbar liebe, hasse usw., etwas gebe, was man
richtig nennen könne. Aber es beständen Unterschiede von
Maßen der Liebe, und so könne man allerdings von einem richtigen
und unrichtigen Streben sprechen, wenn einer durch sein Streben seine
geringeren Interessen größeren opfere, oder umgekehrt in dem
Verfolgen der ersten so weit gehe, daß die letzteren zu Schaden
kämen. Hier sei offenbar das Erste lobenswert, das Zweite tadelnswert,
nicht aber treffe es irgendwie Lob oder Tadel, wenn einer so oder anders sich
für oder gegen verschiedene Dinge in unmittelbarem Interesse verhalte. |
16. Здесь бытовало два противоположных заблуждения. Некоторые утверждали, что все то, что некто любит само по себе, является для него благим и достойным любви, это, что некто ненавидит само по себе, является для него достойным ненависти и дурным, и подобным же образом судят они о случаях, когда нечто предпочитается или ставится ниже чего-то непосредственно само по себе. Следовательно, для них всякая непосредственная любовь правильна и характеризуется как правильная. Другие же, наоборот, отрицали, что можно вообще называть что-либо правильным, когда речь идет о непосредственной любви, ненависти и т. д. Но существуют, по их словам, различия в размерах любви, и, таким образом, можно, понятно, говорить о правильном и неправильном стремлении, когда кто-нибудь жертвует в своем стремлении большими интересами ради меньших, или же, наоборот, до того рьяно преследует первые, что страдают последние. Здесь первое, очевидно, достойно похвалы, второе — порицания, но всякие похвалы и порицания неуместны там, где чей-либо интерес говорит за или против различных вещей. |
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Sieht man recht zu, so läuft aber die Meinung der Ersten auch
wesentlich auf das gleiche hinaus. Wer ein Richtig anerkennt, das nur
subjektiv ist, der hat geradeso den Begriff der Richtigkeit gefälscht,
wie wenn einer von bloß subjektiven Wahrheiten redet. Kein Wunder darum
auch, daß wie bei Protagoras das Falsche, hier das Unrichtige in Liebe
und Haß, wo es sich um etwas in sich selbst zu Liebendes und zu
Hassendes handelt, schlechterdings nicht vorkommen kann. Alles ist einfach
Geschmacksache. |
Если хорошенько присмотреться, то первое мнение сводится, в сущности, к тому же. Тот, кто допускает правильное, которое всего-навсего субъективно, точно так же искажает понятие правильности, как и тот, кто говорит о чисто субъективных истинах. Поэтому неудивительно, что, как у Протагора ложного просто не существует на свете, так и здесь, когда мы имеем дело с чем-то, самим по себе требующим любви и ненависти, неправильное в любви и ненависти оказывается невозможным. Все будет просто-напросто делом вкуса. |
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16*. Der Irrtum ist ein sehr tiefgreifender und führt zu Konsequenzen,
welche jede erhabene Weltanschauung zerstören. Wäre alles Gute
subjektiv, so könnte es einen Gottesbegriff gar nicht geben, wenn anders
unter Gott das schlechthin höchste Gut zu verstehen ist. Das
höchste Gut für einen wäre es ja nicht für den anderen. |
16*. Это глубокое заблуждение, которое приводит к следствиям, пагубным для всякого достойного мировоззрения. Если бы всякое благо было субъективным, то понятия, скажем, Бога просто не могло бы существовать, если только понимать под Богом безусловно высшее благо. Ибо высшее благо для одного не было бы таковым для другого. |
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17. Die
Erfahrung erweist also, daß wir Regungen von Liebe und Haß haben,
in welchen wir etwas in sich selbst lieben und hassen und bei welchen sich
diese Liebe und dieser Haß als richtig verraten, während dies bei
anderen nicht der Fall ist, sodaß es ganz ähnlich ist, wie auf dem
Gebiet des Urteils, wo gewisse unmittelbar gefällte Urteile selbst
evident sind, andere nicht. Nicht als richtig charakterisiert sind instinktive
Triebe wie Hunger, Durst usw., und ebenso gewohnheitsmäßige
Triebe, wie der einer durch die Gewohnheit geschaffenen Habsucht. Dagegen
leuchtet es ein, daß wir richtig lieben, wenn wir die Erkenntnis
lieben, die Freude lieben, die richtige Liebe lieben, die gerechte Vergeltung
lieben, das Vorstellen lieben u. dgl., und auch in Bezug auf das Vorziehen
leuchtet es ein, daß wir richtig vorziehen, wenn wir ceteris paribus
vorziehen zu erkennen als nicht zu erkennen, mehr zu erkennen als weniger zu
erkennen und vorziehen, daß viele glücklich als wenige
glücklich sind oder gar, als daß viele unglücklich sind.
Wollte man bei jemandem, der entgegengesetzt vorzöge, keinen Unterschied
machen und sagen, daß das einfach Geschmacksache sei, so erkennt man
sofort, wie barock eine solche Behauptung wäre. |
17. Таким образом, опыт показывает, что мы имеем побуждения любви и ненависти, в которых мы любим и ненавидим нечто само по себе и при которых такая-то любовь и такая-то ненависть оказываются правильными, тогда как с другими любовью и ненавистью дело обстоит иначе, так что перед нами полная аналогия со сферой суждений, где определенные суждения, выносящиеся непосредственно, сами по себе очевидны, другие же—нет. Не характеризуются правильностью такие инстинктивные импульсы, как голод, жажда и т. д., и точно так же — привычные импульсы, например, сформированный привычкой инстинкт стяжания. С другой стороны, нам ясно, что мы любим правильно, любя познание, радость, правильную любовь, справедливое воздаяние, представление и т. п., а когда речь идет о предпочтении, нам ясно, что мы отдаем правильное предпочтение, когда ceteris paribus предпочитаем скорее познавать, чем не познавать, познавать более — чем познавать менее, и когда предпочтем скорее, чтобы многие были счастливы, чем чтобы были счастливы немногие, а то и чтобы многие были несчастны. Если кто в случае с предпочитающим противоположным образом откажется видеть какое-либо различней станет утверждать, что это просто дело вкуса, нелепость подобного утверждения сразу же бросится в глаза. |
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18. Untersucht
man die Fälle genauer, so wird man finden, daß sie nicht
bloß im allgemeinen mit unmittelbar evidenten Urteilen Ähnlichkeit
haben, sondern insbesondere mit solchen, wo, wie man sagt, das Urteil aus den
Begriffen einleuchtet. Es sind dies Fälle, wo das Vorstellen die
evidente Leugnung bewirkt, wie z. B. die Vorstellung eines runden Viereckes
zur evidenten Leugnung desselben führt. Ganz ahn l ich, sage ich,
entspringt z. B. die Liebe des Erkennens als richtig charakterisiert aus der
Vorstellung des Erkennens, der Haß des Schmerzes als solchen als
richtig charakterisiert aus der Vorstellung des Schmerzes, welcher selbst ein
innerer Haß seiner selbst ist. Die Erkenntnis, daß die
betreffende Liebe und der betreffende Haß richtig sei, ist in Folge
davon eine apodiktische; wir erkennen, daß sie nicht anders als richtig
sein kann, und die Liebe und der Haß selbst haben einen dem
apodiktischen Urteil verwandten Charakter, da das apodiktische Urteil gerade
das ist, welches aus der Vorstellung entspringt, wie es hier von der
Gemütstätigkeit gesagt wird. |
18. Если заняться исследованием этих случаев поподробнее, выяснится, что они сходны не только с непосредственными очевидными суждениями вообще, но и, в частности, с такими, о которых говорится, что эти суждения очевидны из понятий. Это те случаи, когда представление вызывает очевидное отрицание, как, например, представление круглого четырехугольника влечет за собой его очевидное отрицание. Совершенно аналогичным образом, смею утверждать, характеризующаяся правильностью любовь к познанию возникает из представления познания, характеризующаяся правильностью ненависть к страданию как таковому—из представления страдания, которое само является внутренней ненавистью к самому себе. Познание того, что соответствующая любовь и соответствующая ненависть—правильны, будет вследствие этого аподиктическим; мы познаем, что она не может не быть правильной, и сами любовь и ненависть имеют характер, очень сходный с аподиктическим суждением, так как аподиктическое суждение—это как раз то, что возникает из представления, а именно это мы и констатировали применительно к эмоциям. |
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19. Es
begreift sich auch, wie manche dazu kommen konnten, die Erkenntnis, daß
manches in sich selbst zu Lieben sei, aus dem Begriff der Vorstellung des
Objektes einerseits und der richtigen Liebe desselben anderseits intuitiv
entsprungen zu denken und zu meinen, wir erfaßten (wie sie sich
ausdrücken) zwischen den beiden Begriffen eine Art Kongruenz wie
zwischen zwei kongruenten Dreiecken. Stellen wir uns z. B. das Erkennen vor,
so entspringt eben daraus die richtige Liebe zum Erkennen, erscheint mit ihm
wie in eins verschmolzen. und das hinzugebrachte Prädikat des zu
Liebenden stimmt so mit dem empirisch gegebenen überein, deckt sich s.
z. s. mit ihm. Sehen wir von der aus dem Vorstellen entspringenden Liebe des
Erkennens ab, so ist dagegen in dem Erkennen selbst der Begriff
"'liebenswert" gewiß nicht zu finden. Von einer Kongruenz wie
bei jenen Dreiecken kann also keine Rede sein. Es bliebe sonach nichts
übrig, als zu sagen, daß man hier unter Kongruenz etwas wesentlich
anderes, nämlich Richtigkeit des Verhaltens einer die Erkenntnis
vorstellenden und liebenden Seele versteht und die einzige Frage, die noch
bliebe, um zwischen dieser Ansicht und der von uns vertretenen zu
entscheiden, wäre die, ob. wenn das Lieben nicht aus dem Begriff der
Erkenntnis entspränge, sondern nur der Begriff der Liebe von etwas
unanschaulich mit der Erkenntnis verflochten würde, ähnlich wie sie
selbst mit Schmerz, Irrtum, Zweifel verflochten werden kann, der Satz,
daß die Erkenntnis liebwürdig sei, einleuchten und in dem Satz
einer nicht liebwerten Erkenntnis eine Art Widerspruch hervortreten
würde. Ich glaube, daß auch diese Frage sich unschwer erledigen
läßt. Nehmen wir einmal an, es sei etwas derartiges möglich,
so doch nur, wenn der eigentümliche Begriff des richtigen Liebens, der
ja von dem des einfachen Liebens verschieden ist, schon irgendwoher aus der
Erfahrung genommen wurde. Eine solche könnte aber nur die sein, wo ein
Lieben, wie wir es eben sagten, als richtig charakterisiert aus dem Begriffe
entspringt. Besteht nun diese Tatsache auch in dem Fall, wo es sich um das
Erkennen handelt, so ist für jenes s. z. s. Äußerliche
Heranbringen des Begriffes gar kein Bedürfnis mehr. Besteht sie aber in
diesem Falle nicht, so wird jedes Kriterium fehlen, den äußerlich
herangebrachten Begriff als richtig und notwendig zugehörig zu erkennen.
Daß in dem Erkennen der Begriff von ''richtig geliebt" oder
"richtig zu lieben" gelegen sei, kann ja doch niemand behaupten. |
19. Вполне можно понять и тех, кто полагает, что познание того, что кое-что следует любить само по себе, интуитивно возникло, с одной стороны, из понятия представления объекта, а с другой — из понятия правильной любви к нему, и думает, что мы улавливали (по их выражению) своего рода конгруэнтность между двумя понятиями, как и между двумя конгруэнтными треугольниками. Например, если мы представляем себе познание, то отсюда возникает правильная любовь к познанию, кажется словно бы сплавленной с ним воедино, и предикат, присоединяемый к тому, что следует любить, согласуется, таким образом, с эмпирически данным — вместе они, так сказать, перекрывают друг друга. Если отвлечься от любви к познанию, возникающей из представления, то в самом познании, напротив, понятия «достойного любви» обнаружить, конечно, невозможно. Ни о какой конгруэнтности, как в случае с треугольниками, не может быть речи. Поэтому остается только признать, что здесь под конгруэнтностью понимается нечто существенно иное, а именно — правильное поведение представляющей и любящей познание души, и что единственным вопросом, который осталось решить, чтобы выбрать между этим взглядом и мнением, сформулированным нами, будет вопрос, усмотрим ли мы очевидность положения, что познание достойно любви, и почувствуем ли своего рода противоречие в гипотезе недостойного любви познания, если не любовь будет возникать у нас из понятия познания, а лишь понятие любви к чему-либо будет ненаглядно переплетаться с познанием, подобно тому, как она сама может переплетаться со страданием, заблуждением, сомнением. Я считаю, что и тот и другой вопрос разрешить нетрудно. Даже если мы и допустим такую возможность, то в том только случае, если подлинное понятие правильной любви — а оно отличается от понятия простой любви — уже было заимствовано откуда-то из опыта. Но это может быть только такой опыт, где характеризующаяся правильностью любовь, как мы только что сказали, возникает из понятия. Если же такое положение складывается и в том случае, когда мы имеем дело с познанием, то в этом, так сказать, извне приложенном понятии не будет более надобности. В противном случае, у нас просто не окажется критерия, позволяющего признать приложенное извне понятие правильным и с необходимостью уместным. В самом деле, никто не вправе утверждать, что познание не может обойтись без понятий «правильно любимое» или «правильно любить». |
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20. Die Begriffe gut und schlecht, angenehm
und unangenehm bedürfen wohl einer Verdeutlichung. Aristoteles in seiner
Nikomachischen Ethik unterscheidet nicht bloß gut und angenehm, sondern
auch ein "an sich Gutes" und "fürjemanden Gutes",
und ein "an sich Angenehmes" und "für jemanden
Angenehmes". Das Angenehme ist das, woran Lust sich knüpft, woran
man Lust hat. Die Verknüpfungen der Lust mit gewissen Tätigkeiten
sind von der Natur zweckmäßig geordnet, wie die Organe des Leibes
es sind; wie aber bei den Organen krankhafte Verbildungen vorkommen
können, so kann auch die Verknüpfung der Lust im einzelnen Fall
eine anormale sein; damit im Leben des Erwachsenen die Verknüpfung
normal sei, muß das Vorleben in der Entwicklungszeit, der Zeit der
Erziehung (durch natürliche Erfahrung oder überlegte Fürsorge)
eine normale gewesen sein. Ist sie es nicht, so muß man suchen, durch
Umgewöhnung nachträglich zu normaleren Verknüpfungen zu
fuhren. So scheidet sich denn das an sich Angenehme und Angenehmere von dem
für einen Einzelnen Angenehmen und Angenehmeren. Das anormal Angenehme
(Angenehmere) kann aber nie die ganze Fülle der Annehmlichkeit des
normal Angenehmen erreichen, ähnlich wie, wenn einer beim Klavierspielen
eine an und für sich unpassendere Art des Fingersatzes sich
angewöhnt hat, es zwar geschehen mag, daß er in der gewohnten
Weise die Tasten leichter greift als in der an sich besseren ungewohnten,
aber doch nicht so leicht, als er bei Gewöhnung an den besseren
Fingersatz greifen würde. |
20. Понятия блага и зла, приятного и неприятного нуждаются, по-видимому, в разъяснении. Аристотель в «Никомаховой этике» различает не только благое и приятное, но и «благо само по себе» и «благо для кого-то», и «приятное само по себе», и «приятное для кого-то». Приятное — это то, с чем связано удовольствие, в чем находят удовольствие. Связи, соединяющие удовольствие с определенными видами деятельности, целенаправленно упорядочены природой, как упорядочены телесные органы; но как в органах могут встречаться болезненные образования, так и связь с удовольствием может в отдельных случаях иметь аномальный характер; чтобы в жизни взрослого человека эта связь была нормальной, надо, чтобы нормальной была жизнь в период развития, в период воспитания (путем естественного опыта или разумной опеки). В противном случае надо попытаться восстановить нормальную связь путем переучивания. Таким образом, приятное и более приятное само по себе отличаются от приятного и более приятного для индивида. Однако аномально приятное никогда не достигнет всей полноты приятности нормально приятного; подобно тому, как, например, обучаясь игре на фортепиано, можно привыкнуть к неправильной постановке пальцев, притом вполне вероятно, что таким привычным, но неправильным способом играть (ударять по клавишам) будет даже легче, чем способом правильным, самим по себе лучшим, но все же не настолько легко, как в том случае, если сразу привыкнуть к правильной (лучшей) постановке пальцев. |
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Soviel zur Erklärung des Unterschieds zwischen dem an sich Angenehmen
und für den Einzelnen Angenehmen, wo es sich in beiden Fällen nur
um eine blinde, instinktive Liebe und Lust handelt. Wie aber haben wir den
aristotelischen Unterschied von an sich und für jemanden Gutem zu
begreifen? Um einen Unterschied von Gutem im Sinn des Nützlichen handelt
es sich wohl nicht, sondern um einen Unterschied von Gutem in sich. Sollen
wir sagen, es handle sich um Unterschiede, wie ob ein größeres
Maß von Begehrenswertem überhaupt und in einem Einzelnen verwirklicht
sei. wie zum Beispiel, wenn beim Letzten Gericht dem, der es weniger
verdient, ein größerer Anteil an der himmlischen Seligkeit gegeben
würde, in ihm mehr des Guten, an und für sich aber und in der
ganzen Weltordnung ein geringeres Maß des Guten verwirklicht sein
würde? Ich glaube nicht, daß es sich um diesen Unterschied
handelt, vielmehr denke ich mir die Sache so: von zwei Dingen, von denen nach
der richtigen Bevorzugung das erste zu bevorzugen wäre, bevorzugt einer
anormaler Weise das zweite. Ist nun das zweite gegeben, nicht das erste, so
fühlt er sich mehr befriedigt als im umgekehrten Falle, und das
Sich-befriedigt-fühlen ist ein Gut. Dieses Gut wenigstens würde ihm
nicht im gleichen Maße gegeben sein, wenn er das andere
besäße, solange er es nicht auch entsprechend mehr liebte. Und so
ist denn der Besitz desselben zwar an und für sich in normaler Weise das
größere Gut, würde es doch auch normaler Weise mehr
befriedigen. Für ihn aber bei seiner anormalen Disposition ist das
Güterverhältnis irgendwie verschoben. |
Мы объяснили различие между приятным самим по себе и приятным для индивида, причем в обоих случаях речь шла лишь о слепой, инстинктивной любви и удовольствии. Но как же понимать нам проводимое Аристотелем различие между благом самим по себе и благом для кого-то9 Мы имеем дело, по-видимому, нес различиями блага в смысле полезного, а с различиями блага в себе. Можем ли мы сказать, что имеем дело с различиями, зависящими оттого, осуществляется ли достойное стремления в большей или меньшей мере вообще и в индивиде, как, например, если на Страшном Суде большая часть небесного блаженства была бы уделена тому, кто бы менее этого заслуживал, то в нем осуществилось бы больше блага, а благо само по себе и в масштабах всего мироздания осуществилось бы в меньшей мере? Не думаю, что речь идет об этом различии, и представляю себе дело, скорее, следующим образом: одну из двух каких-то вещей можно было бы предпочесть правильным предпочтением, а некто ненормальным образом предпочитает другую. И вот, если дана эта вторая, а не первая, он чувствует себя более удовлетворенным, чем в противоположном случае, и это чувство удовлетворенности является благом. По крайней мере, это благо не было бы дано ему в равной степени, если бы он обладал другою вещью, пока он, соответственно, не начал бы любить ее больше. Значит, хотя само по себе обладание ею нормально является большим благом, но столь же нормальным образом оно и удовлетворять будет больше. Для него же, при его ненормальных склонностях, соотношение благ в какой-то мере нарушено. |
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So etwa sind diese Fälle auszudeuten, wenn man nicht geradezu
sagen will, daß Aristoteles den Ausdruck "gut" einfach im
Sinne von lieb oder liebbar gebraucht den Sinn von richtig geliebt und
richtig liebbar aber dem, was er "an sich gut" nennt, reserviert. |
Примерно так можно истолковать эти случаи, — если только кому-то не вздумается прямо утверждать, что Аристотель употребляет выражение «благо» просто в смысле любезного и могущего быть любимым, а смысл правильного любимого и могущего быть правильно любимым приберегает для того, что им называется «любимым самим по себе». |
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An Unterschiede wie den, welcher sich bei irrendem Gewissen für
das an und für sich richtige Handeln und für mich richtige Handeln
ergibt, oder auch wie den, welcher für einen in der Tugend unvollkommen
Ausgebildeten zwischen der an und für sich besseren und rätlicheren
Handlung und der für ihn empfehlenswerteren besteht, ist hier kaum zu
denken. |
О различии, подобном тому, которое заявляет о себе совести, колеблющейся в выборе между поведением, правильным самим по себе, и поведением, правильным для меня, или тому, которое представляется человеку, недостаточно искушенному в добродетели, между поступком, целесообразным самим по себе, и поступком, целесообразным для него, едва ли стоит здесь и думать. |
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21. Существуют вещи, несовместимые друг с другом, как, например, невозможно допустить, чтобы одно и то же тело было одновременно круглым и четырехугольным, движущимся и покоящимся, твердым и жидким, красным и синим. Кто хочет или желает, чтобы вещь была такой-то, не может одновременно разумным образом хотеть и желать, чтобы она была другой, — и все же он может одновременно находить в ней удовольствие, представляя ее круглой и четырехугольной и т. д. Это, очевидно, любовь иного рода, — но каким образом должны мы понимать это различие? Можем ли мы сказать, что имеем дело с любовью к представлению, а не к вещи, с которой соотносится представление? Кажется, это неверный ответ, особенно если представить себе в этой ситуации благородные блага, как, например, художественную, научную и общественно-полезную деятельность. Можем ли мы сказать, что здесь мы любим эти занятия, но не любим, чтобы они были; что, напротив, предполагается для воли и желания. Или же мы скажем, что любим, конечно, чтобы они были, но такой любовью, которая находится в неразрывной связи с ненавистью к их существованию, или, что то же самое, с любовью к их несуществованию, которая связана, например, с любовью к другому благу, несовместимому с этим, тогда как при желании и волении одновременно дано предпочтение бытия перед небытием? Мне нравится это занятие, другое мне также нравится, но одно я предпочитаю другому; любовь к одному и любовь к другому оказываются словно на разных чашах весов. Весомы обе, но перевесить может только одна, а иногда весы способны прийти в равновесие, и тогда в аналогичном случае желание, а там, где речь идет о необходимости моего участия для осуществления чего-либо, и воление остаются нереализованными, пока, быть может, другой мотив, оказавшись на той или на другой стороне, не решит исход дела. В таком случае говорят: «Я желал бы, чтобы это можно было объединить с другим», но не «Я желаю, чтобы это можно было объединить», что абсурдно. |
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21. Es
gibt Dinge, die mit einander unverträglich sind, wie es z. B.
unmöglich ist, daß derselbe Körper zugleich rund und
viereckig, ruhend und bewegt, flüssig und fest, rot und blau sei. Wer
will oder wünscht, daß es das eine von beiden sei, kann
vernünftiger Weise nicht zugleich das andere wollen und wünschen,
und doch kann er zugleich an ihm als rund und als viereckig usw. vorgestellt
ein Gefallen finden. Dies ist offenbar eine Liebe anderer Art, aber in
welcher Art sollen wir den Unterschied begreifen? Sollen wir nun sagen, es
handle sich um eine Liebe des Vorstellens, nicht des Dinges, auf welches das
Vorstellen geht? Das scheint nicht die richtige Antwort, zumal, wenn wir edle
Güter an die Stelle setzen, wie z. B. künstlerische,
wissenschaftliche und staatlich wohltätige Tätigkeit. Die
unverträglichen Beschäftigungen selbst sind es, von denen uns jede
gefällt und lieb ist. Sollen wir sagen, man liebe hier die
Beschäftigungen, liebe aber nicht, daß sie seien; was dagegen von
dem Wünschen und Wollen gelte. Oder sollen wir sagen, wir liebten wohl,
daß sie seien, aber mit einer Liebe, welche mit einem Haß,
daß sie seien, oder, was dasselbe sagen will. Liebe, daß sie
nicht seien, und welche ja z. B. an die Liebe des damit unverträglichen
ändern Gutes geknüpft sei, in unlöslicher Verbindung stehe, bei
jenem Wünschen und Wollen sei aber zugleich ein Vorziehen des Seins vor
dem Nichtsein gegeben? Es gefällt mir diese Beschäftigung, es
gefällt mir auch die andere, aber ich ziehe die eine der anderen vor;
die Liebe zur einen und die Liebe zur anderen machen sich bei diesem Vorziehen
wie Gewichte geltend, die in die entgegengesetzten Wagschalen gelegt werden.
Beide wirken, aber das eine nur kann überwiegen, manchmal auch die Wage
ins Gleichgewicht gebracht werden, wo dann im analogen Fall das Wünschen
und, wo es sich um durch mich zu Realisierendes handelt, das Wollen
unterbleibt, bis vielleicht ein anderes Motiv da oder dort hinzukommend den
Ausschlag gibt. Man sagt wohl, auch in solchem Fall: "Ich wünschte,
daß das mit dem anderen vereinbar wäre", nicht aber: "Ich
wünsche, daß es vereinbar sei", weil dies absurd ist. |
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Wie sollen wir also den Unterschied jenes Liebens von diesem
Wünschen bestimmen? Es scheint sich mit jenem Unterschiede des einfachen
Liebens und Vorziehens, von dem wir sprachen, in Zusammenhang bringen zu
lassen. Doch ist nicht jedes Vorziehen schon ein Wünschen, so mag es
geschehen, daß von drei unverträglichen Gütern, A, B, und C.
B dem A vorgezogen, aber, weil С dem B vorgezogen
wird, ebensowenig als A gewünscht wird. Wir werden also sagen
müssen, daß, um gewünscht zu werden, das Geliebte nicht
bloß einem, sondern allem damit als unverträglich und
überhaupt möglich Geglaubten vorgezogen werden müsse. Die
Liebe jener einfacheren Art und auch das Vorziehen, das nicht zum
eigentlichen Wünschen wird, kommen dem Dinge in einer gewissen
Abstraktion von Umständen zu. Das Wünschen, Wollen trägt der
Komplikation mit ihnen Rechnung; es ist ein Vorziehen mit Beachtung alles mir
gegenwärtig Gegebenen. Daß ich es in meiner Macht glaube, es zu
realisieren, gehört dagegen keineswegs dazu. Ich kann wünschen,
daß es morgen schönes Wetter werde, kann es aber nicht
wählen. |
Итак, как же должны мы определить отличие той любви от этого желания? Кажется, его можно соотнести с различием между простой любовью и предпочтением, о котором мы уже говорили. Однако если всякое предпочтение не является уже желанием, может случиться так, что из трех несовместимых благ, А, В и С, В предпочитается А, но, поскольку С предпочитается В, В желают ничуть не больше, чем А. Следовательно, приходится признать, что чтобы желать то, что мы любим, мы должны предпочитать его не только чему-то одному, но всему, что считается несовместимым с ним и просто возможным. Любовь в ее более элементарной разновидности, а также предпочтение, которое не становится настоящим желанием, имеет дело с вещью в определенном отвлечении от обстоятельств. Желание и воление должны считаться с этими обстоятельствами; это предпочтение с учетом всего актуально для меня данного. То, что я полагаю, что в моей власти осуществить его, к делу никоим образом не относится. Я могу желать, чтобы завтра была хорошая погода, но выбирать ее я не властен. |
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22. Was
ist nun das Besondere des Wählens? Besteht es vielleicht einfach in dem
Wunsch, daß etwas geschehe, mit dem Bewußtsein, daß es von
mir abhängt, daß es realisiert werde, oder muß vielmehr noch
der Glaube dazukommen, daß durch diese meine Bevorzugung, durch diesen
meinen Wunsch das Bevorzugte, Gewünschte selbst nur Wirklichkeit
gebracht werde? Nicht allerdings immer unmittelbar, wie etwa, wenn ich jetzt
die Hand bewegen will und bewege, sondern vielleicht nur mittelbar, wie wenn
ich einen Befehl gebe oder auch mir fest vornehme, etwas am nächsten
Tage zu tun, wodurch ich mir selbst gewissermaßen ein solches
künftiges Handeln vorschreibe. Vornehmen nennen wir es wohl, weil wir
zum Voraus den Willensentschluß fassen, den wir in anderen Fällen
üben, um unmittelbar die Handlung daraus entspringen zu lassen. |
22. Итак, в чем же заключается особенность выбора? Может быть, просто в желании, чтобы нечто произошло, вкупе с сознанием, что от меня зависит, будет это реализовано или нет, или же, скорее, это должно сопровождаться верой в то, что благодаря этому моему предпочтению, этому моему желанию осуществится само предпочитаемое и желаемое? Конечно, не всегда непосредственно, как, скажем, когда я хочу пошевелить рукой и шевелю ею, а скорее, лишь опосредованно, как в том случае, когда я отдаю приказание или же, принимая твердое решение сделать что-либо завтра, тем самым предписывая себе, до известной степени, такое будущее действие. Мы называем это «решиться на что-либо»; вероятно потому, что предварительно принимаем волевое решение, на которое в других случаях идем с тем, чтобы непосредственно за ним воспоследовало действие. |
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So ergibt sich das Verständnis dieser wichtigen Differenzen
zwischen verschiedenen Gemiitsbetätigungen aus der Berücksichtigung
verschiedener, vorher von uns geltend gemachter Momente. |
Таким образом, понимание этих важных различий между разными эмоциями стало возможно с учетом разных отмеченных нами прежде моментов. |
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23. Es
gibt eine Art von Wollen und Wählen (ja eigentlich schon von
Wünschen) mit besonderer Komplikation. Ich kann wünschen, daß
entweder dies oder jenes geschehe, damit nur ein Drittes verhindert werde.
Ich kann auch wünschen, daß wenn von zwei Fällen A und B der
Fall A eintritt, a eintrete, und daß, wenn B eintritt, a nicht
eintrete, und so können noch mannigfache Komplikationen mein
Wünschen s. z. s. verklausulieren. Beim Wollen und Wählen finden
wir wesentlich Ähnliches. Bei einem Schachzug, den ich in einer sehr
verwickelten Lage des Spieles mache, habe ich mich in gewisser Weise
vielleicht auch schon für die folgenden Züge entschieden. ich habe
mir's zum Bewußtsein gebracht, daß mein Gegner in sehr mannigfach
verschiedener Weise antworten kann, und bin entschlossen, in jedem Fall
anders und in dem einen so, dem ändern so zu antworten. Nur in dieser
Weise sehe icli mich auch imstande, wie es große Spieler getan, ein
Matt im so und sovielten Zug anzukündigen. Ich bin nicht allein der, der
die noch folgenden Züge tun wird, und es liegt nicht in meiner Macht,
statt meines Gegners zu entscheiden. Mein komplizierter
Willensentschluß hat aberaufjeden denkbaren Fall hypothetisch
Rücksicht genommen. |
23. Существует разновидность воли и выбора (и даже, собственно, уже желания), отличающаяся особой сложностью. Я могу пожелать, чтобы произошло либо это, либо то, чтобы только не произошло что-то третье. Я могу также пожелать, чтобы, если из двух случаев, А и В, произойдет А, произошло «а», и чтобы если произойдет В, «а» не произошло, и таким образом мой желания могут, так сказать, обусловливаться множеством сложных обстоятельств. В случае с волей и выбором мы находим нечто, в сущности, аналогичное. В шахматах на каждом ходу, который я делаю, когда на доске царит очень запутанная ситуация, я, быть может, уже некоторым образом определился со следующими ходами, я осознал, что мой противник может реагировать самыми различными способами, и решаю сам реагировать в разных случаях по-разному, и водном —так-то, а в другом —так-то. Лишь таким образом я понимаю, что способен предсказать мат на таком-то и таком-то по счету ходе, как это и делали крупные игроки. Только не я один сделаю все последующие ходы, и не в моей власти решать за своего противника. Но в моем сложном волевом решении гипотетически учтены все мыслимые случаи. |
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24. Was ist mm aber von
Gemütsphänomenen, wie Furcht, Hoffnung, Grauen, Bangen, aufgeregter
Erwartung, Mißgunst, Neid, Zorn, Schrecken, Schauer, Grauen,
Bangigkeit, Begierde. Ekel usw. usw. zu sagen? Offenbar hat man es bei ihnen
durchwegs oder größtenteils mit sehr komplizierten Zuständen
zu tun. und die Grenzen der Anwendbarkeit mancher der Ausdrücke sind gar
nicht scharf zu ziehen. Keiner hat sie durch Definition; sondern jeder durch
vielfältige praktische Anwendung kennen gelernt; wäre doch auch niemand
imstande, scharf zu sagen, was unter einem hohen Berg zu verstehen sei, so
daß ihm ein Berg, der diesen Namen noch nicht verdiente. durch Zuwachs
eines Fußes zum hohen Berge würde. Wer ist zornig über einen
anderen? Kann man über ein lebloses Wesen |
24. Но что же можно сказать о таких душевных феноменах, как страх, надежда, ужас, боязнь, взволнованное ожидание, недоброжелательство, зависть, гнев, испуг, восторг, робость, отвращение и т. д.? Очевидно, что в их случае мы имеем дело всегда или большей частью с очень сложными состояниями, и границы сфер употребления некоторых из этих выражений совершенно невозможно строго очертить. Всякий знаком с ними не из дефиниции, а по многократному практическому употреблению; в самом деле, никто равным образом не смог бы четко сформулировать, что следует понимать под «высокой горой», так чтобы гора, которая еще не заслуживает этого наименования, увеличившись на фут, стала бы высокой горой. Кто гневается на |
|
zürnen? Kann man über einen Menschen sich erzürnen,
der vor Jahrhunderten gelebt hat, oder über einen, der in einem
Schauspiel oder in einem Roman aufgeführt wird? Wenn man es kann,
gehört es dazu, daß man für einen Augenblick vergesse.
daß der Stuhl kein lebendes Wesen, daß die historische Gestalt einer
fernen Vergangenheit angehörig und die poetische Fiktion ein
bloßes Phantasiegebilde sei? Bei solchen Fragen könnte man leicht
in Wortstreitereien geraten: eine wissenschaftliche Aufgabe ergibt sich nur: a) für die Analyse eines einzelnen Phänomens, b) philologisch für die mehr oder minder bestimmte Umgrenzung
gewisser hergebrachter Ausdrücke, c) und dies ist das psychologisch Wichtigste: für die
Unterscheidung nicht bloß der einzelnen einfachen
Gemütsbeziehungen, sondern auch der Klassen von Gruppen, welche in
genetischem Zusammenhang mit einander aufzutreten pflegen, wobei dann, — da die genetischen Gesetze keine exakten Gesetze
lind. — der Wahrscheinlichkeit, der
Verknüpfung mit dem einen und anderen Moment Rechnung getragen werden
muß. Da ein solcher genetischer Zusammenhang nicht bloß gewisse
psychische Erscheinungen untereinander, sondern auch psychische mit
physischen verbindet, so sind auch diese bei der allgemeinen Charakteristik
eines solchen komplizierten Falles, und mit Angabe der Wahrscheinlichkeit des
Eintretens geltend zu machen; so z. B. geschieht es häufig, daß
einer beim Schrecken erbleicht und daß er zittert, beim Zorn warm und
rot wird, weshalb man sagt, er glühe vor Zorn. Es mögen noch
mancherlei Zweifel entstehen, worin dann eigentlich das wesentliche Moment
der Klasse zu suchen sei. |
другого? Можно ли гневаться на неживое существо? Можно ли гневаться на человека, жившего сотни лет назад или выведенного в романе или пьесе? Если да, то потому ли, что мы на мгновение забываем, что стул — это неживое существо, что исторический образ принадлежит далекому прошлому, а поэтический вымысел — это простое порождение фантазии? Такие вопросы легко могут вылиться в праздный спор о словах; усилий ученого требуют лишь: a) анализ отдельного феномена, b) для филологии — более или менее точное определение некоторых традиционных выражений, c) а это важнее всего для психологии: разграничение не только отдельных элементарных типов эмоциональных отношений, но и классов групп, которые выступают обычно в генетической связи друг с другом, причем, поскольку генетические законы — законы неточные, необходимо принимать в расчет вероятность, связь с тем или иным моментом. Поскольку такая генетическая взаимосвязь объединяет не только определенные психические явления с психическими же, но и психические с физическими, то и последние следует упомянуть в общей характеристике такого сложного случая, причем с указанием на вероятность осуществления; так, например, часто случается, что кто-то от страха дрожит и бледнеет, от гнева — горячится и краснеет, отчего говорят: «он кипит гневом». И тогда может возникнуть множество сомнений насчет того, в чем же, собственно, следует видеть существенный момент всего класса. |
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Ein Zorniger scheint Böses antun zu wollen einem, dem er
feindlich ist, wegen irgend einer seine Interessen störenden
Tätigkeit; das alles wird man aber nicht Zorn nennen, wenn nicht eine
gewisse sinnliche Aufregung, eine Aufwallung des Zornes dazukommt, die unter
Umständen den Zornigen wie einen Wahnsinnigen fortreißt; er ballt
die Faust gegen ihn, auch wo er in unerreichbarer Ferne ist, und knirscht mit
den Zähnen, als könne er ihn zerreißen und zermalmen.
Über all dem kann das Motiv des Zornes ihm ganz aus dem Gedächtnis
schwinden. wie auch eigene Gefahren gar nicht mehr beachtet werden; dagegen
stärkt die ganze wilde Aufregung den feindlichen Drang zur
Schädigung. |
Разгневанный человек, кажется, хочет причинить зло тому, к кому он враждебно настроен из-за каких-то действий, идущих вразрез с его интересами; но все это еще не заслуживает названия гнева, если не сопровождается неким чувственным возбуждением, вспышкой гнева, которая часто уподобляет разгневанного безумцу; он сжимает кулаки, хотя враг его сейчас вне пределов досягаемости, и скрежещет зубами, словно желая разорвать его и стереть в порошок. При этом мотив гнева может совершенно выскочить из головы, как могут скрыться из виду опасности, угрожающие ему самому; напротив, общее дикое возбуждение способно придать разрушительную силу инстинкту враждебности. |
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Daß Tiere ebenso wie der Mensch zornig sein können, ist
allbekannt. Der Zorn tritt beim Hunde sehr leicht und instinktiv auf und
steigert sich zu höchster Vehemenz, ähnlich wie bei ändern
Tieren, z. B. beim Schaf, wenn es den Wolf sieht, die Furcht instinktiv
mächtig eintritt und beim Hunger, Durst und in der Brunstzeit die Tiere
zu heftigsten Begierden erregt werden. Bei dem Zornigen bleibt eine Begierde
zu schädigen, ohne irgendwelche Klarheit des Motivs, aber in einer mit
mannigfachsten Affekten und Reflexbewegungen verknüpften Weise, als das
Wesentliche bestehen. |
Общеизвестен тот факт, что и звери могут гневаться так же, как люди. Гнев вспыхивает в собаке очень легко и инстинктивно и возрастает до неистовства, подобно тому как у других животных, например, у овцы, завидевшей волка, инстинктивно возникает непреодолимый страх, и сильнейшие страсти возбуждаются в животных от голода, жажды и в период течки. В случае с разгневанным человеком страсть вредить, без какой-либо ясной мотивировки, но в переплетении с разнообразными аффектами и рефлексами, неизменно составляет суть его гнева. |
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Würde man diese Begleitaffekte sämtlich in einem Hund zu
erregen vermögen, so würde sich wahrscheinlich die Begierde zur
Schädigung miteinstellen, ohne daß sie wüßten, was
eigentlich sie schädigen möchten. Ähnlich wie Aristoteles
sagt, weil die Furcht Kälte mit sich führt, es geschehe, daß
Leute durch die Kälte in eine furchtsame Stimmung versetzt werden, ohne
eigentlich zu wissen, weshalb sie sich fürchten. Wenn nun, wie die
Begierde der Schädigung die Aufregung erregt, auch die Aufregung die
Begierde erregt, so kann einer dazu kommen zu zweifeln, ob er in dem ersten
Moment mehr als umgekehrt das Wesen des Zornes zu erblicken habe. Indessen
dürften nicht bloß beide als wesentliche Momente zu betrachten
sein, sondern auch noch die genetische Beziehung zu einem vorausgegangenen
Erlebnis, welches die ganze feindliche Haltung veranlaßt hat. Beim
Menschen ist der Zorn dem Rachedrang gemeiniglich verbunden oder verwandt,
wobei aber an ein Verlangen nach gerechter Vergeltung nicht notwendig zu
denken ist. Man will sich an seinem Feinde rächen, in seinem Schaden
seinen Zorn kühlen. |
Если бы в собаке можно было бы вызвать все эти сопутствующие аффекты разом, то, вероятно, с ними возникла бы и страсть вредить, хотя собаки и не знали бы, чему хотят они повредить. Подобно тому, как, по утверждению Аристотеля, поскольку страх влечет за собой озноб, от холода люди приходят в состояние боязни, не зная толком, почему они боятся. Если же, как страсть вредить вызывает возбуждение, так и возбуждение вызывает эту страсть, то можно было бы усомниться, следует ли видеть существо гнева в первом моменте более, нежели в другом. Между тем в качестве существенных моментов надлежит, по-видимому, рассматривать не только оба вышеприведенных, но и генетическое отношение к предшествующему переживанию, обусловившему общее состояние враждебности. У человека гнев обычно связан со мстительностью или подобен ей, причем вовсе не обязательно предполагать стремление к справедливому возмездию. Мы хотим отомстить врагу, остудить свой гнев, причинив ему вред. |
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25. In
doppelter Weise kann man sagen, daß einer an etwas Gefallen, Lust oder
Mißfallen, Unlust habe. In der einen, wenn etwas Objekt dieser
Gemütsrichtung ist, dann aber auch wenn zwar ein anderes das Objekt ist,
aber die Lust oder Unlust an ihm erregt wird, während zugleich das
andere gefällt oder mißfällt und weil dieses gefällt und
mißfällt. Nur in dieser Weise kann man sagen, daß man an
Geistigem eine intensive Lust oder Unlust habe; denn alles Intensive verlangt
Kontinuität, Ausdehnung im Raum, entweder in sich selbst oder in seinen Objekten.
Als Newton die Resultate der neuen astronomischen Messungen las, welche seine
astronomischen Hypothesen bestätigten, übermannte ihn mehr und mehr
die Freude darüber in der Art, daß er im Lesen nicht fortzufahren
vermochte. Er unterlag offenbar den heftigsten sinnlichen Affekten der Lust,
welche als Redundanz an ein geistiges Gefallen sich knüpfte;
ähnlich war Archimedes, als er sein heureka rief, wie berauscht, und
auch ein Gefallen, welches sich an das Bewußtsein von Tugend oder
Untugend knüpft, ist oft von mächtigen sinnlichen Affekten
begleitet. |
25. Сказать, что некто находит в чем-то приятность, удовольствие или же испытывает неприязнь, неудовольствие, можно в двояком смысле. Во-первых, когда нечто само является объектом такой направленности души, но, во-вторых, также и тогда, когда объектом является нечто иное, удовольствие и неудовольствие от которого возникает в то самое время, когда нравится или не нравится некий другой объект, и постольку, поскольку он нравится и не нравится. Только таким образом можно сказать, что мы испытываем интенсивное удовольствие и неудовольствие от духовного; ибо все интенсивное требует непрерывности, протяженности в пространстве, либо в себе самом, либо в своих объектах. По мере того как Ньютон читал о результатах новых астрономических вычислений, подтверждавших его астрономические гипотезы, радость овладевала им все более и более, так что наконец он не в силах был продолжать чтение. Он испытывал, очевидно, сильнейший аффект чувственного удовольствия, которое избыточным образом связывалось с удовольствием духовным; нечто похожее произошло с Архимедом, когда он, словно вне себя, воскликнул свое «эврика»; и равным образом удовольствие, связанное с сознанием добродетели или порока, часто сопровождается сильными чувственными аффектами. |
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Schon Aristoteles im letzten Buche seiner Nikomachischen Ethik kommt
auf die Vermutung, daß die die geistigen Akte begleitende Lust ihnen
zwar natürlich zugehöre, aber nicht in ihnen selbst gegeben sei,
wenn er, der die Frage von der Intensität im allgemeinen nirgends genügend
untersucht hatte, auch keine bestimmte Entscheidung fällt. |
Уже Аристотель в последней книге «Никомаховой этики» приходит к предположению, что, хотя удовольствие, сопровождающее духовные акты, и соотносится с ними вполне естественным образом, однако, не дано в них самих — хотя, так и не занявшись нигде в должной мере изучением вопроса об интенсивности в целом, он и не делает какого-либо определенного вывода. |
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26. Sehr merkwürdig ist diese Redundanz
sowohl im allgemeinen, als auch insbesondere wegen des Umstandes, daß,
obwohl die Lust und Unlust nicht auf das nächste Objekt des Gefallens
und Mißfallens bei solchen geistigen Bewegungen gehen, es doch in jedem
ändern Fall eine qualitative Besonderheit zeigt, wie auch schon Stuart
Mill neben quantitativen Unterschieden der Lust und Unlust auch qualitative
unterscheiden läßt. Diese qualitativen Unterschiede müssen
durch die sinnlichen Qualitäten der Objekte der Lust und Unlust selbst
gegeben sein. Und in ihrer Zusammengehörigkeit mit den höheren
Akten des Gefallens und Mißfallens geben sie der Lust oder Unlust
selbst eine Art höhere Rangsstufe. Aristoteles konnte sagen, die Lust,
welche an edle Handlungen geknüpft sei, sei allein gute Lust, die an
schlechte Handlungen geknüpft sei. schlechte Lust; die endlich, welcher
eine solche Verknüpfung fehle, nichtig in ihrem Werte. Dabei kommt ihm
aber doch auch ein anderer Gedanke, wie ihn in neuerer Zeit auch Fechner
äußerte, daß jede Lust für sich betrachtet gut sei und
nur, weil diese eine im Zusammenhang mit einem verabscheuungswürdigen
Gefallen stehe, sie, schlechtweg gesprochen, als etwas Schlechtes bezeichnet
werden müsse. |
26 Эта избыточность весьма примечательна, как вообще, так, в частности, и в силу того обстоятельства, что, хотя удовольствие и неудовольствие при таких движениях духа и не соотносятся с ближайшим объектом симпатии и антипатии, однако, эти последние обнаруживают во всяком другом случае некую качественную особенность, и уже Стюарт Милль наряду с количественными различиями удовольствия и неудовольствия отличает также качественные. Эти качественные различия должны быть даны через чувственные качества объектов самого удовольствия и неудовольствия. И в своей взаимозависимости с актами симпатии и антипатии более высокого порядка они возводят само удовольствие и неудовольствие на в некотором роде более высокую ступень. Аристотель имел право сказать, что только удовольствие, связанное с хорошими поступками —хорошее удовольствие, связанное с дурными—дурное; наконец, удовольствие, лишенное такой связи, ничтожно по своей ценности- При этом у него возникает и другая мысль, в наше время высказанная также Фехнером, — что всякое удовольствие, рассматриваемое само по себе, является благом и должно называться дурным попросту потому, что находится во взаимосвязи с достойной отвращения симпатией. |
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26*. Aristoteles denkt den Zusammenhang der Lust mit solchen höheren Arten des Gefallens an höheren Tätigkeiten überhaupt so innig, daß er meint, wenn wir bei lang fortgesetzter oder oft wiederholter Betrachtung und Erkenntnis einer Wahrheit nicht immer wieder und fortwährend dasselbe Maß der Lust empfänden, dies nur geschehe, weil unsere Aufmerksamkeit und in Folge davon unser Erkennen selbst nachlasse, sich die Kraft dazu erschöpfe u. dgl. Allein dazu stimmt nicht der Vergleich mit den Veränderungen von Lust und Unlust bei der Musik, wo wie anderer Zusammenhang insbes. auch die Wiederholung einen bald steigernden, bald schwächenden, ja, Lust in Leid verkehrenden Einfluß hat. So könnte es denn auch wohl sein, daß die sinnliche Kraft für die begleitende Lust beim Erkennen sich erschöpfte, ohne daß die Kraft des Erkennens sich erschöpfte, und auch die Aufmerksamkeit in der Art herabgesunken wäre, daß das Erkennen, welches ja durch die Übung sehr leicht geworden, nicht mehr so vollkommen wie ursprünglich gegeben wäre. Gewiß trägt auch das Bewußtsein des gemachten Fortschrittes beim Entdecken sowie auch die mannigfachen, zu ihr mitwirkenden geistigen Tätigkeiten zu dem mächtigen Unterschied der Redundanzen im einen und ändern Falle bei. |